Asana im Fokus: Dancing Warrior

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Aufgrund der engen Verbindung zwischen unserem Körper, unseren Emotionen und unserem Geist ist es möglich, unser inneres Gleichgewicht durch bestimmte Körperhaltungen zu beeinflussen. Die Kriegerhaltungen bieten uns die Möglichkeit einen kraftvollen Stand zu fördern und stärken das Gefühl für unsere eigene Mitte. Der tanzende Krieger vermittelt zusätzlich zu der Stabilität der unteren Körperhälfte noch die bewegliche Leichtigkeit des Oberkörpers. Die seitliche Öffnung weitet den Brustkorb und bietet dem Atem mehr Raum. Sind wir durch starke Emotionen abgelenkt oder spüren wir, dass unsere Aufmerksamkeit mehr und mehr im Kopf ist, dann können wir die Kriegerhaltungen dazu nutzen, unseren Körper durch die äussere kraftvolle Haltung wieder besser wahrzunehmen und zu unserem inneren Gleichgewicht zurückzufinden.

  • Stelle Dich aufrecht hin (Tadasana), die Handflächen werden vor dem Brustbein aneinander gelegt (Anjali-Mudra). Lasse die Schultern entspannt sinken und konzentriere Dich für einen Moment auf Deinen Atem. Versuche, die Bewegungen des Atems in Deinem Körper wahrzunehmen.
  • Mache mit dem linken Bein einen grossen Schritt nach hinten, beuge das rechte Knie und breite die Arme aus. Die Schultern sinken entspannt nach unten. Das rechte Knie befindet sich über dem Fussgelenk. Der Blick ist über den rechten Arm nach vorne gerichtet (Virabhadrasana II).
  • Drehe die Handfläche des rechten Armes mit der nächsten Einatmung zur Decke, neige den Oberkörper leicht zu Seite. Der rechte Arm streckt sich nach oben, der linke Arm senkt sich zum linken Oberschenkel (Dancing Warrior - Viparita Virabhadrasana).
  • Richte den Oberkörper mit der nächsten Ausatmung wieder auf, die Arme ausgebreitet. Dann neige den Oberkörper aus dem rechten Hüftgelenk nach vorn, der rechte Unterarm wird auf dem rechten Oberschenkel abgelegt, der linke Arm streckt sich bis neben das linke Ohr. Der Blick ist mit langem Nacken, unter dem linken Arm hindurch nach oben gerichtet (Parshvakonasana).
  • Mit der nächsten Ausatmung wird der Oberkörper wieder aufgerichtet und die Arme werden ausgebreitet.
  • Mache einen Schritt nach vorne, so dass Du wieder entspannt und aufgerichtet auf beiden Füssen stehst (Tadasana), die Hände im Anjali-Mudra. Versuche Deine Beine genau wahrzunehmen, spüre Deinen Oberkörper und Deinen Atem. Wie fühlst Du Dich jetzt?
  • Wiederhole den Ablauf auf der anderen Seite. Und nimm Dir am Ende die Zeit, Deinen Körper noch einmal genau wahrzunehmen.