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Die Kunst der Stille

Nur in der Stille schaffe ich es, mich selber wieder zu spüren, mein eigenes inneres Erleben wahrzunehmen. Zeit, die wir für uns haben, ist Zeit, in der wir mit uns selbst in Kontakt kommen. Mir ist diese Zeit wichtig, um gesund zu bleiben, kreativ und intuitiv sein zu können. Ich kann mich für Gefühle, Empfindungen, Gedanken öffnen, die in der alltäglichen Geschäftigkeit untergehen und zu kurz kommen. Die tägliche Pause für eine Meditation oder Tiefenentspannung, ein wöchentlicher Freiraum ohne Verpflichtungen, ein monatliches, unverplantes Wochenende helfen, Kraft zu schöpfen und Raum zu finden, zum Durchatmen. Wenn wir diese Pausen bewusst suchen, wird der Alltag intensiver und wir fühlen uns wieder lebendiger.



Kunst der Stille
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Bei der Herz-Resonanz geht es nicht lediglich um das Erlernen einer Technik, sondern um das Üben einer Lebenshaltung: innehalten, durchatmen, zentrieren, spüren - das eigene System wieder in Einklang bringen.
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Trataka ist eine Übung bei der die Augen kontinuierlich auf einen Gegenstand – meist eine Kerzenflamme – ausgerichtet werden. Sie gehört zu den sechs Reinigungsübungen des Hatha Yoga, den shatkriyas. Während der Übung wird der Blick konzentriert aber entspannt auf die Kerzenflamme gerichtet, die sich etwa eine Armlänge entfernt auf Augenhöhe befinden soll.
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Metta (pali) oder maitri (sanskrit) ist eine Qualität, die vor allem im Buddhismus, aber auch im Yoga eine wichtige Rolle spielt. Die Psychologin Barbara Fredrickson hat in einer kontrollierten Untersuchung nachgewiesen, dass nach einem mehrwöchigen Üben von Metta-Meditation die positiven Emotionen zugenommen hatten, dass das Leben für die Teilnehmer „mehr Sinn“ machte, sie zufriedener waren und positivere Beziehungen zu anderen führen konnten.
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Der Body-Scan ist eine Übung, in der man versucht, seinen Körper so genau wie möglich mit der Wahrnehmung „abzutasten“, ohne Erwartungen damit zu verbinden und ohne sich in Empfindungen zu verlieren oder zu urteilen. Es wird einfach das wahrgenommen, was da ist. Und wenn es im Moment keine Wahrnehmung gibt, dann ist das weder gut noch schlecht, sondern einfach eine Erfahrung.
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Shavasana ist eine Haltung der entspannten und doch wachen Ruhe. Äusserlich scheint der Körper wie tot dazuliegen. Innerlich ist man sich der Energie des Atems, der Gefühle und Wahrnehmungen aber sehr bewusst. Man kann sein ganzes Körpergewicht beruhigt der Erde überlassen und muss nichts festhalten.
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„Jedes Leben ist schwierig“, stellte der Arzt David Servan-Schreiber vor einigen Jahren fest und fragte sich, wie es manchen Menschen trotzdem gelang, fast immer nur die positiven Aspekte des Lebens zu sehen und das Leben als schön, grosszügig und positiv zu empfinden. Wie schafften es diese Leute, zufrieden und in Harmonie mit sich selbst und anderen zu leben, obwohl sie ähnliche Schicksalsschläge erlitten hatten, Enttäuschungen, Überforderungen und Stress erlebten, wie andere Menschen auch? Als einen zentralen Schlüssel zur inneren Widerstandsfähigkeit dieser Menschen hat Servan- Schreiber die Herzfrequenzvariablität oder auch „Herzresonanz“ identifiziert. Die Anpassungsfähigkeit des Herzens an unterschiedliche Gegebenheiten und Erfordernisse scheint ein wesentlicher Faktor für einen gesunden Organismus zu sein, dessen verschiedene Organsysteme sich in Übereinstimmung befinden.