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Koriander (Coriandrum sativum)

Koriander zählt zu den ältesten Küchen- und Brotgewürzen der Welt. Das Gewürz schmeckt als frisches Kraut oder getrocknete Samen sehr gut in Gemüsesuppen, in Currys, Chutneys und zu Bratkartoffeln. Schon lange weiss man um die Heilkraft des Korianders bei Verdauungsbeschwerden. Er wirkt magenberuhigend und ist gut gegen Mundgeruch. Auch bei Infektionen und zur Entgiftung hat sich das Kraut (bzw. die Samen) bewährt. Tatsächlich konnten Wissenschaftler nachweisen, dass das ätherische Öl des Korianders als natürliches Antibiotikum sogar gegen multiresistente Keime wirkt. Es lohnt sich also auf jeden Fall, beim Kochen öfter einmal mit frischem Korianderkraut und getrockneten Koriandersamen zu würzen.


Doch auch konzentriert, als innerliches oder äusserliches Heilmittel, lässt sich Koriander anwenden. Mischt man frische, im Mörser fein verriebene Korianderkörner mit Honig, erhält man einen wirksamen Hustensirup. Für Fussbäder, die leicht anregend und desodorierend wirken, kann man eine Handvoll Früchte in kochendem Wasser ziehen lassen, mit kaltem Wasser auf handwarme Temperatur abkühlen und die Füsse darin baden, solange es angenehm ist.

Das ätherische Öl des Korianders ist ein "Alles-wird-gut-Öl" (E. Zimmermann). Das Öl aus den reifen Früchten besitzt ein zartes, holziges Aroma und hat, neben seiner Wirkung gegen Verdauungsbeschwerden, eine beruhigende Wirkung, die Angst, Stress und Schlaflosigkeit lindert. Es ist für Babys und Kleinkinder geeignet und kann in einem "Bäuchlein-Öl" gegen Blähungen und auch bei Infektionen der Atemwege in einem Brustbalsam verwendet werden.

Quellen:

Andrew Chevallier – Die BLV Enzyklopädie der Heilpflanzen, BLV München, 2000

Siegrid Hirsch, Felix Grünberger – Die Kräuter in meinem Garten, Weltbild Vlg., Augsburg, 2006

Eilane Zimmermann - Aromatherapie. Die Heilkraft ätherischer Pflanzenöle, Irisiana Vlg., München, 2015