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Pastinaken (Pastinaca sativa)

Ur-Gesundes Gemüse

Pastinaken, die ursprünglich schon in der Antike von Römern und Griechen kultiviert wurden und auch uns schon seit der Bronzezeit begleiten, waren in den deutschsprachigen Ländern für einige Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Seit wenigen Jahren steigt aber das Interesse an dem feinen und gesunden Wurzelgemüse wieder, das früher in ganz Europa zu den Grundnahrungsmitteln gehörte. Vor allem durch das Bekanntwerden ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wird die Pastinake jetzt nicht mehr nur als Tierfutter, sondern auch wieder als menschliches Nahrungsmittel und sogar als Delikatesse entdeckt.

Die helle Wurzel gehört zur Familie der Doldenblüter und ist unter anderem verwandt mit Fenchel und Petersilie. Früher war die Pastinake nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Heilpflanze. Die Wurzel unterstützt den Körper dabei, Schadstoffe vermehrt auszuscheiden und enthält einen hohen Anteil an Roheiweiss, Rohfasern, Vitamin C und Kalium (S. Hirsch, F. Grünberger – Die Kräuter in meinem Garten). Ihr hoher Gehalt an Inulin wirkt präbiotisch, das bedeutet, er unterstützt den Aufbau einer gesunden Darmflora und sorgt dadurch für ein ausgeglichenes Immunsystem.

Aus den Samen kann ein Tee gegen Gallen-, Nieren-, Magen- und Blasenbeschwerden zubereitet werden. Ein Tee aus den Blüten und Blättern kann gegen Schlaflosigkeit helfen. Die Wurzeln der Wildform können ebenfalls zu einem Tee verarbeitet werden, der bei Magenschmerzen helfen kann und blutreinigend, Wasser treibend und bei Blasenleiden schmerzlindernd wirkt (Hirsch, Grünberger – Die Kräuter in meinem Garten).

Wie Karotten, können auch Pastinaken zur Zubereitung gewaschen, geschält, in Scheiben oder Stückchen geschnitten und in gesalzenem Wasser gekocht werden. Man kann sie jedoch auch braten und frittieren oder, mit Kartoffeln gemischt, zu einem feinen Püree oder zu einer Suppe verarbeiten. Das Gemüse hat einen leicht süsslichen Geschmack, aromatischen Geschmack.

Pastinaken – Chips

In hochwertigem, biologischem Raps- oder Sonnenblumenöl frittiert, kann man aus Pastinaken einen süsslich-salzigen, sehr leckeren Snack zubereiten. Auch als Beilage schmecken die Chips - besonders gut ergänzen sie pikante Reisgerichte oder scharfe Currys.

Zutaten:

  • 1-2 mittelgrosse Pastinaken für die Zubereitung als Snack
  • 1 grosse Pastinake für die Zubereitung als Beilage (für 4 Personen)
  • biologisches Raps- oder Sonnenblumenöl
  • etwas Salz zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Pastinaken mit kaltem Wasser waschen und mit einer Gemüsebürste säubern. Anschliessend trocknen und die ganzen Wurzeln mit dem Sparschäler in grobe Schnitze schälen. Das Öl etwa fingerhoch in einen kleineren Topf oder in einen Wok füllen und auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Pastinaken-Stückchen in das warme Öl geben, so dass sie den Boden bedecken und frittieren, bis sie leicht bräunlich sind. Die noch weichen Stücke herausnehmen und in einer Schale abkühlen lassen. Beim Abkühlen werden die Schnitze knusprig. Eine Handvoll Schnitze nach der anderen frittieren und nach dem Abkühlen leicht mit Salz bestreuen. Diese Art der Zubereitung braucht etwas Zeit, aber der Aufwand lohnt sich, denn die fertigen Chips sind einfach köstlich!

Weitere Informationen:

http://www.bechterew.de/inhalt/morbus-bechterew-jo...


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