#

Superfoods

von Béatrice Chiari - ernaehrung-chiari.ch

Der Begriff „Superfoods“ ist in aller Munde – doch was genau ist denn ein „Superfood“?

Sogenannte „Superfoods“ sind Lebensmittel, welche eine besonders hohe Nährstoffdichte besitzen – also viele Nähr- und Vitalstoffe auf eine kleine Menge des Lebensmittels – oder einen herausragenden Vitalstoffanteil enthalten. Zur besseren Verständlichkeit: Nährstoffe sind Proteine, Fette und Kohlenhydrate. Vitalstoff ist der Sammelbegriff für Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme.

Superfoods N° 1 in unseren Breitengraden sind Wildkräuter und Wildfrüchte. Sie enthalten einen mehrfach erhöhten Vitamin- und Mineralstoffgehalt und auch mehr Antioxidantien (Zellen schützende Stoffe) als kultivierte Kräuter, Gemüse und Früchte.

Mit Superfoods können wir unsere Ernährung ideal ergänzen. Superfoods sollten wegen ihrer Wirksamkeit jedoch nicht in grossen Mengen verwendet werden. Zur Gesundheitsförderung reicht es, täglich eine kleine Menge davon zu essen. Wichtig ist die Abwechslung, damit der Körper möglichst viele der wertvollen Stoffe aufnehmen kann. So können sich die Schutz/Abwehrstoffe der Pflanze auch nicht in unserem Körper anreichern. Z.B. täglich eine Handvoll Wildfrüchte, einige Samen, Kerne, ½ TL Moringa und 2 EL Pflanzenöl.

Weitere Merkmale: Ein Superfood ist biologisch, unbehandelt, unraffiniert, aus der Natur, roh oder nicht über 42° erhitzt und zudem leicht verdaulich...

Jede Ernährungskultur hat ihre eigenen Superfoods. Und da uns fremde Geschmäcker und Düfte oft neugierig machen, sind auch die exotisch klingenden Namen wie Chia, Camu-Camu, Goji oder Maca bei uns bekannt und beliebt!

Eine Übersicht der wichtigsten Superfoods-Gruppen

Wildfrüchte

Goji, Berberitze, Açai, Camu-Camu, Aronia, schwarze Johannisbeere, Maulbeeren, wilde Aprikosen, Heidelbeeren, Hagebutten, Holunderbeeren, Sanddornbeeren ...

Wildkäuter

Löwenzahn, Bärlauch, Brunnenkresse, Giersch, Borretsch, Kapuzinerkresse, Klee, Spitzwegerich, wilde Möhre ...

„Greens“ – grüne Pulver

Matcha, Moringa, Süssgräser und Algen (Dulse, Nori, Wakame, Chlorella...)

Nüsse

Cashews, Macadamia, Paranüsse, Kokosnuss

Samen, Kerne

Chiasamen, Leinsamen, Hanfsamen, Schwarzer Sesam, Mohn, Aprikosenkerne, bittere Aprikosenkerne und Bittermandeln, Traubenkerne ...

Natürlich süsse Pulver

Carob, Baobab (süss-säuerlich), Lucuma

Gewürze

Zimt, Kardamom, Vanille

Wurzeln

Ingwer, Kurkuma, Kalmus, Maca


Gemüse / Diverse

Avocados, Salatgurken, Sprossen, Zitronen


Anwendungsvorschläge

Im Müesli: Wildfrüchte (getrocknete Früchte in Wasser einweichen), alle pulverförmigen Superfoods, Reisprotein, Hanfprotein, kalt gepresste Pflanzenöle, Nussmuse, Nüsse, Samen, Kerne ...

Im Grünen Smoothie: Wildfrüchte (getrocknete in Wasser einweichen), Wildkräuter, alle pulverförmigen Superfoods (Reis- und Hanfprotein gehören nicht hinein), v.a. die „Greens“, Sprossen ...

Zu Gemüse/Salaten/Getreide: kalt gepresste Pflanzenöle, Nüsse, Samen, Kerne, Sprossen, Algen ...

Rezepte und zusätzliche Infos zu Superfoods auf meinem Blog

Herzlich

Béatrice Chiari

Dipl. Ernährungsberaterin SHS

www.ernaehrung-chiari.ch


Passende Beiträge:

#

Kochbücher für Natürlich gesundes essen

Essen sollte nicht nur lästige Pflicht sein, sondern zelebriert werden, Spass machen und nicht zu kompliziert sein.
letzter Beitrag
nächster Beitrag