Blüte auf dem Wasser

Welche Vorteile hat das Üben von Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist eine behutsame Methode der Selbstentwicklung und der Einsicht. Sie kann helfen, mehr Freude zu erfahren, sich weniger Sorgen zu machen und weniger Angst zu haben.

Achtsamkeit bedeutet, ganz in diesem Moment zu sein und mich ganz auf das zu konzentrieren, was ich jetzt gerade tue. Sitze ich und atme, dann konzentriere ich mich ganz auf den Atem. Möchte ich meinen Körper wahrnehmen, dann nehme ich meinen ganzen Körper wahr. Ich bin ganz im Hier und Jetzt.

Ich versuche, nicht auszuweichen, nicht zu verdrängen was ich nicht fühlen oder denken möchte. Achtsam zu sein bedeutet, zwar sanft, aber doch konsequent in Kontakt zu bleiben mit den eigenen Körperempfindungen, Gefühlen und Gedanken - in Kontakt zu bleiben mit sich selbst. Das ist nicht leicht, aber es lohnt sich.

Denn Achtsamkeit

  • bringt mich in Kontakt mit meinem Körper
  • lässt mich meine Gefühle wahrnehmen
  • lässt mich meine Gedanken erforschen und Muster erkennen, die mir nicht gut tun
  • bringt mir Einsichten in das, was mir fehlt, was in meinem Leben nicht gut funktioniert, aber auch ein Bewusstsein für Dinge, Menschen und Situationen, für die ich dankbar sein kann.

Die Praxis der Achtsamkeit ist ursprünglich buddhistisch

Achtsamkeit ist die deutsche Übersetzung des pali-Begriffes Satī.

Satī ist ein buddhistisches Konzept, das eine ganz bestimmte Form konzentrierter Aufmerksamkeit beschreibt, eine behutsame Methode der Selbstentwicklung und der Einsicht zum Erlangen von intuitivem Wissen.

Diese Verbindung zum Buddhismus nicht zu ignorieren, ist wichtig. Denn Achtsamkeit an sich, kann auch missbraucht werden.

So kann sie als Werkzeug zum Üben von Gelassenheit genutzt werden, damit Mitarbeiter in der Wirtschaft negativen Stress besser verkraften, ohne weniger leistungsfähig zu sein. Doch die Überforderung durch äussere Ansprüche nimmt mit dem Üben von Achtsamkeit nicht ab. Nur die Menschen funktionieren besser, indem sie konzentrierter und effektiver arbeiten.

Dieser Einsatz von Achtsamkeit liegt nicht im Sinne einer ethisch motivierten Praxis. Es sind die Absicht und die Werte hinter der Praxis, die das Üben von Achtsamkeit prägen sollen. Eine Achtsamkeit, die dem Fördern von heilsamen Gefühlen und Gedanken gilt. Eine Achtsamkeit, die dem Überwinden von Kummer und Leiden dient. Achtsamkeit bedeutet, sich selbst wirklich innerlich zuzuhören und Interesse an dem zu zeigen, was wir dort in unserem Inneren finden.

Jede Situation ist dazu geeignet Achtsamkeit zu üben. Ich kann achtsam Zähne putzen, achtsam essen, achtsam laufen. Um aber wirklich in mein Inneres zu schauen, meine Gedanken und Gefühle zu erforschen, ist es am besten, still in der Meditation zu sitzen, alle Erfahrungen so anzunehmen, wie sie sind, mit interessierter, mitfühlender Gelassenheit, mit Geduld und Ausdauer.

In der Meditation können wir unsere Ausrichtung im Leben klären. Wie fühle ich mich? Wo liegt der Sinn in meinem Leben? Wie verhalte ich mich? Was kann oder will ich ändern? Wir müssen uns nicht in unseren inneren Dramen verstricken, sondern können erkennen, wie unser Denken, das in ewig gleichen Bahnen verläuft, uns leiden lässt. Jetzt haben wir die Chance, es in positive Bahnen lenken zu können. Dafür brauchen wir wache Aufmerksamkeit - von Moment zu Moment.

 


Photo:

Juan Chavez via unsplash.com

 

Sitzende Frau in Meditationshaltung

Einfach meditieren


Meer, Strand und Vögel

Bewusst atmen


Obstschale

Bewusst essen


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